Hautpflege, Regel №2.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"We are drowning in information, but starved for knowledge" John Naisbitt 

 

Ich glaube nicht an Hauttypen. Genetik hat einen starken Einfluss, doch die Forscher haben nachgewiesen, dass unser Lebensstill sowohl alle positiven Ansätze nivellieren kann, wie auch viele negative ausgleichen. Hierfür wurden getrennte „Eineiige“ Zwillingsgeschwister (die eine bestimmte Periode ihres Lebens in vollkommen unterschiedlichen Umständen lebten) untersucht. Das Ergebnis- unsere Lebensführung hat einen größeren Einfluss, als unsere Genetik. Die Haut sollte allseits schön sein. Wenn euch etwas stört- Ölligkeit, Trockenheit, zu frühe Falten, ungleichmäßiger Ton etc.-dann ist es mit einer 80 % Wahrscheinlichkeit ein Fehler von euch selbst und kein Hauttyp.

 

Dieser Fakt bringt zu einem weiteren Entschluss – Mini-Analysen der Haut sollten andauernd vorgenommen werden! Aber dies ist nicht der Grund, warum die Kosmetikindustrie empfiehlt die Produkte von Zeit zu Zeit zu wechseln. Es läuft folgend ab: Sie haben Akne? Wenn sie die Pflegelinie, für dieses Hautbild verwenden, trocknen sie ihre Haut mit großer Wahrscheinlichkeit komplett aus. Sie müssen ihre Pflegeroutine wechseln. Sie haben trockene Haut? Wenn sie stets Pflegeserien für trockene Haut verwendet, verlernt ihre Haut selbst zu arbeiten und wird von der ewigen Feuchtigkeitszufuhr abhängig, oder wird ölig, weil die Haut außer der Feuchtigkeit auch Fett benötigt. Sie haben ölige Haut? Sie müssen ihre Pflegeroutine ändern. Verstehen sie jetzt? Es ist ein ewiger Kreis, denn die Buddhisten Samsara nennen! :-)


Es gibt keinen Grund die Pflegeprodukte ständig zu wechseln, weil keine Hauttypen existieren. Es gibt einen Zustand - den muss man feststellen und jeden Morgen im Spiegel verfolgen. Je nachdem, was die Haut im Moment braucht, kann man Korrekturen einbringen. Aber es müssen nicht immer andere Marken und Produkte sein. Für die erste Zeit, um euern Hautzustand zu bestimmen - empfehle ich euch sehr die kostenlose Hautanalyse von Dermalogica, genannt Face Mapping. Hier wird das Gesicht, inspiriert von der traditionellen fernöstlichen Medizin, in viele Zonen unterteilt und jede davon wird Zentimeter für Zentimeter untersucht und abgetastet. Jede Zone ist mit einem bestimmten Organ verbunden und so kann man auch gesundheitliche Zusammenhänge erkennen.
Wichtig ist zu diesem Zeitpunkt noch keine Produkte zu kaufen, sondern erstmal Testmuster probieren.

 

Als zweiten Schritt schlage ich vor, dass ihr euch eine Mappe auf dem PC einlegt, wo ihr das Datum, Alter und alle Infos über eure Haut eintragen könnt. Z.B. „es ist der 28.02.2013 und ich bin mit meiner Haut sehr zufrieden“ oder „mich stören die großen Poren und Hyperpigmentierung“. Macht euch Bilder und speichert diese ab. So werdet ihr eine Möglichkeit bekommen eure Fortschritte zu dokumentieren und zu verfolgen. Denn man gewöhnt sich schnell an gutes und hört auf es zu schätzen und überhaupt positive Veränderungen zu sehen! :-) Ich empfehle 1 mal im Monat diese Mappe zu aktualisieren.

 

Fazit: Es gibt keine Hauttypen. Meiner Meinung nach kann es schädlich sein die Haut als einen bestimmten Hauttyp zu sehen und eine komplette Serie für einen (nicht existierenden!) Hauttyp zu verwenden. Stellt den Zustand eurer Haut fest und dokumentiert die Veränderungen.

 

 

 

 

 

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